Steigt oder fällt die Zahl der Stellenaufträge? Und was ist erforderlich, um diese zu besetzen? Jeden Monat analysiert Bullhorn anhand eigener Daten wichtige Kennzahlen, um Veränderungen in der globalen Staffing-Landschaft aufzuzeigen. Informiere dich zu Beginn jeden Monats über die aktuellsten Trends bei der Vermittlung von Festangestellten und Zeitarbeitnehmenden.
Monatsende 30. Juni 2026 Zuletzt aktualisiert 14. Juli 2026
Festanstellungen bleiben stark, Zeitarbeit erholt sich im Juni
Der Staffing-Markt zeigt im Juni insgesamt ein positives Bild. Bei den Festanstellungen sank die Zahl der offenen Stellen gegenüber Mai um 6,5 %, die wichtigsten Marktindikatoren bleiben jedoch positiv. Das Stellenvolumen für Festanstellungen liegt weiterhin mehr als 10 % über dem Niveau des Vorjahresmonats. Gleichzeitig stieg die Job Fill Rate von 78 auf 88, während die Anzahl der Einreichungen pro Stelle von 91 auf 86 zurückging.
Das deutet auf einen Markt hin, in dem sich das Volumen nach einer starken Phase etwas abkühlt, Personalvermittlungen jedoch effizienter arbeiten. Es sind weniger Kandidat:innen-Vorschläge erforderlich, um Stellen erfolgreich zu besetzen. Gleichzeitig spricht die steigende Job Fill Rate dafür, dass Kunden auch im Vorfeld der Sommermonate weiterhin wichtige Positionen besetzen und dabei weniger Zeit und Recruiting-Aufwand benötigen. Für Festanstellungen liefert der Juni damit vor allem ein Effizienzsignal: weniger Volumen als im Mai, aber bessere Konversionsraten und ein stärkeres Niveau als im Vorjahr.
Auch die Zeitarbeit entwickelte sich im Juni deutlich positiver. Nach einem schwachen Frühjahr stieg die Zahl der Zeitarbeitsstellen gegenüber Mai um 21 %, sodass das Niveau wieder leicht über dem von Juni 2025 liegt. Die Job Fill Rate erhöhte sich von 87 auf 92, während die Anzahl der Einreichungen pro Stelle von 124 auf 116 sank.
Die Job Fill Rate in der Zeitarbeit setzt damit ihren positiven Trend der vergangenen Jahre fort und bleibt weiterhin höher als bei Festanstellungen. Der Juni zeigt eine deutliche Erholung – sowohl bei der Nachfrage als auch bei der Besetzbarkeit. Personalvermittlungen benötigen weniger Kandidatäge pro Stelle, während die Job Fill Rate weiter steigt. Das deutet darauf hin, dass Recruiting-Teams Stellen mit geringerem Aufwand erfolgreicher besetzen.
Insgesamt zeigen die Zahlen, dass es im Juni nicht nur um mehr oder weniger offene Stellen geht. Die wichtigste Entwicklung ist die Kombination aus höheren Job Fill Rates und geringerem Recruiting-Aufwand. Personalvermittlungen erzielen mit weniger Einreichungen bessere Ergebnisse – ein deutliches Zeichen für steigende Effizienz.
Sollte sich dieser Trend fortsetzen, könnte Effizienz zu einem wichtigen Wettbewerbsvorteil für Personalvermittlungen in Nordwesteuropa werden. Höhere Besetzungsquoten bei geringerem Recruiting-Aufwand schaffen Raum für weiteres Wachstum, ohne dass Teams proportional mehr Arbeit leisten müssen.
Der Juni bringt bessere Konversionsraten bei Festanstellungen und Zeitarbeit
Weniger Einreichungen, höhere Job Fill Rate: Personalvermittlungen arbeiten im Juni effizienter
Methodik
Die Kennzahlen für den DACH Hiring Outlook wurden auf der Grundlage von Bullhorn-ATS-Daten für nordeuropäische Kunden berechnet, die der Weitergabe aggregierter Daten zugestimmt hatten. Zu Nordeuropa zählen: Deutschland, Österreich, die Schweiz, Frankreich, Belgien, die Niederlande, Luxemburg, Schweden, Norwegen, Finnland und Dänemark. Die Kunden wurden entweder dem „Professional“- oder dem „Commercial“-Sektor zugeordnet – je nachdem, ob der Großteil ihrer Vermittlungen in diesen Bereichen erfolgte. Vermittlungen auf Zeit- oder Vertragsbasis (Temporary/Contract) sind definiert als solche mit einem festen Enddatum; Festanstellungen bzw. Direktvermittlungen (Permanent/Direct Hire) sind solche ohne einem festen Enddatum.
Die Anzahl der Stellenaufträge pro Recruiter errechnet sich aus dem Volumen der erstellten Stellenaufträge, geteilt durch die Anzahl der eindeutigen Benutzer im jeweiligen Kalendermonat.
Die Vermittlungsquote wird als der Anteil der Stellenaufträge berechnet, die innerhalb von 90 Tagen nach ihrer Veröffentlichung besetzt wurden. Hierbei handelt es sich um einen nachlaufenden Indikator, der Stellenaufträge berücksichtigt, die drei Kalendermonate vor dem betrachteten Zeitraum erstellt wurden.
Die Anzahl der Bewerbungen pro Stellenauftrag errechnet sich aus dem Volumen der Kandidatenbewerbungen, geteilt durch das Volumen der Stellenaufträge im betrachteten Zeitraum. Diese Kennzahl bezieht sich auf Stellenaufträge, die im vorangegangenen Monat erstellt wurden.