Team Bullhorn stellt sich vor: 8 Fragen an Roman Vonderhecken

Foto mit Roman Vonderhecken und Text: "Team Bullhorn stellt sich vor. Kennst du Roman schon?"

Heute stellen wir Roman Vonderhecken vor, der vor rund drei Jahren bei Bullhorn eingestiegen ist. Roman betreut als Key Account Manager unsere Bestandskunden in der DACH Region und lebt mit seiner Familie in Spanien. Täglich berät er Personaldienstleister in Technologiefragen und begleitet sie durch Marktveränderungen, KI-Projekte und unterschiedliche Wachstumsphasen.

Der gebürtige Belgier bringt mit seinem  Hintergrund in der Informatik, im internationalen Softwarevertrieb und seinem sozialen Engagement sowohl technisches Verständnis und strategisches Denken als auch einen sehr menschlichen Blick auf die Branche mit. Damit verkörpert er genau das, was wir in unserer Reihe „Team Bullhorn stellt sich vor“ zeigen möchten: die Menschen hinter der Technologie.

 

1. Roman, wie bist du eigentlich zu Bullhorn gekommen?

Ich war viele Jahre im Softwarevertrieb unterwegs und als meine Tochter auf die Welt kam, wollten meine Frau und ich beruflich einen Gang zurückschalten. Der Plan war, drei bis fünf Jahre etwas Eigenes zu machen und keine klassische Vollzeitrolle anzunehmen.

Nach etwa zwei Jahren meldete sich dann Bullhorn bei mir. Ich bin ohne große Erwartungen in das erste Gespräch gegangen und war positiv überrascht. Bullhorn baute die DACH Region gerade stark aus, neue Teams entstanden, neue Führungskräfte kamen an Bord. Die Chance, in einem etablierten Unternehmen auf internationaler Ebene Aufbauarbeit zu leisten und gleichzeitig auf DACH-Ebene einen eigenen Verantwortungsbereich zu haben, faszinierte mich. Also bin ich eingestiegen und rückblickend war das genau der richtige Schritt.

 

2. Was genau machst du heute als Key Account Manager in der DACH Region?

 

Durch das Wachstum in der DACH Region haben wir Anfang 2025 die Verantwortlichkeiten neu geordnet und ich habe die Rolle als Key Account Manager übernommen. Mein Fokus liegt demnach in der Betreuung unserer Bestandskunden, also Personaldienstleister  in der DACH Region. Konkret kann man sich das so vorstellen: Gerade in den ersten sechs bis zwölf Monaten nach der Einführung ist die Zusammenarbeit sehr eng. Viele Kunden kommen von anderen Systemen, sind andere Prozesse gewohnt und brauchen Sparring, wie sie Bullhorn am besten in ihren Alltag integrieren.

Zudem spreche ich mit ihnen über neue Funktionen und plane gemeinsam, wie Bullhorn ihr Wachstum unterstützen kann. Mein Ziel ist, dass unsere Kunden jederzeit wissen, wo wir als Plattform stehen und welche Möglichkeiten sie noch nutzen können.

 

3. Du kommst ursprünglich aus der Informatik. Was fasziniert dich an der Kombination aus Technologie und Vertrieb?

 

Ich habe Wirtschaftsinformatik studiert und meine berufliche Laufbahn als Entwickler begonnen. Ich habe Websites gebaut und viel Zeit damit verbracht, Lösungen technisch umzusetzen. Das hat mir Spaß gemacht, aber mir fehlte die direkte Interaktion mit Kunden. Ich wollte ihre Situation verstehen und gemeinsam an Lösungen arbeiten. So bin ich in den IT-Vertrieb gerutscht.

Heute habe ich das Gefühl, genau die richtige Mischung gefunden zu haben. Ich verstehe die technologischen Hintergründe und kann mit Produkt- und IT-Teams auf Augenhöhe sprechen. Gleichzeitig ist mein Alltag von Kommunikation und Beziehungen geprägt. Diese Kombination aus Technik, Beratung und partnerschaftlicher Zusammenarbeit finde ich sehr reizvoll.

 

4. Was macht die Personaldienstleistungsbranche für dich besonders?

Mich begeistert an der Personaldienstleistungsbranche, dass sie eine starke menschliche Komponente hat. Natürlich geht es auch in dieser Branche um Umsätze, Wachstum und Kennzahlen. Am Ende steht aber immer ein Mensch, der einen Job sucht oder einen neuen beruflichen Schritt geht.

Ein Beispiel, das mich beeindruckt, sind Kunden, die sich beispielsweise auf die Vermittlung von Fachkräften im Pflegebereich konzentrieren. Durch die demografische Entwicklung ist das eine enorme Herausforderung. Teilweise rekrutieren diese Personaldienstleister Talente aus anderen europäischen Ländern oder aus Indien und China. Wenn das gelingt, kommt häufig die ganze Familie mit und baut sich in einem neuen Land eine Zukunft auf.

Zu wissen, dass unsere Technologie im Hintergrund dazu beiträgt, diese Vermittlungen möglich zu machen, motiviert mich sehr. Wir liefern zwar nur einen Teil des Puzzles, aber dieser Teil kann einen großen Unterschied machen – weil er Prozesse strukturiert, beschleunigt und transparenter macht.

 

5. Welche Werte sind dir in der Zusammenarbeit mit Kunden und Kolleg:innen wichtig?

Für mich steht Ehrlichkeit an erster Stelle. Ich habe in unterschiedlichen Regionen der Welt gelebt und arbeite heute mit Kunden in einer eher konservativen Branche. Diese ist vor allem durch eine klare und direkte Kommunikation geprägt, was mir gefällt.

So heißt ein „Nein“ in der Personaldienstleistungsbranche auch ein klares „Nein“ – und kein Vielleicht. Das ist nichts Negatives, im Gegenteil. Mir ist ein offenes Gespräch lieber als eine Situation, in der alle zustimmen, aber später nichts umgesetzt wird. Diese Direktheit sorgt dafür, dass man gemeinsam Lösungen findet, die wirklich tragfähig sind.

Ehrlichkeit funktioniert jedoch nur, wenn sie in beide Richtungen geht. Kunden erwarten von mir, dass ich transparent bin, auch wenn eine bestimmte Anforderung vielleicht nicht sofort erfüllt werden kann. Gleichzeitig vertraue ich darauf, dass sie mir offen sagen, was gut läuft und wo es hakt. Aus dieser Offenheit entsteht Vertrauen, und Vertrauen ist die Basis jeder langfristigen Zusammenarbeit.

 

6. Wo siehst du aktuell die größten Herausforderungen für Personaldienstleister, besonders mit Blick auf KI?

 

Ich sehe zwei Ebenen, die sich gegenseitig beeinflussen. Auf der einen Seite stehen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der DACH-Region. Viele Märkte sind angespannt, Wachstum ist schwer planbar und Personaldienstleister müssen sehr genau überlegen, wo sie investieren.

Auf der anderen Seite steht die technologische Entwicklung, insbesondere das Thema KI. Den Wunsch, KI zu nutzen, höre ich in nahezu jedem Gespräch. Die entscheidende Frage lautet jedoch: Wie lässt sich der Return on Investment messen. Es reicht nicht aus, einfach nur ein KI-Feature zu aktivieren.

Personaldienstleister möchten verstehen, welcher konkrete Mehrwert entsteht. Dazu gehören Fragen wie: Können wir mit KI messbar Zeit sparen? Verbessert sich unsere Vermittlungsquote? Können wir auf zusätzliche Einstellungen verzichten und stattdessen mehr Services anbieten?

Die große Aufgabe für die kommenden Jahre besteht darin, KI so in Prozesse einzubinden, dass der Nutzen sichtbar und steuerbar ist. Genau dort unterstützen wir mit Bullhorn Amplify, indem wir gemeinsam mit Kunden definieren, an welchen Stellen Automatisierungen und KI den größten Hebel haben und wie sich diese Effekte überprüfen lassen.

 

7. Du begleitest viele Bestandskunden durch Marktveränderungen. Welche Entwicklungen beobachtest du gerade bei ihren Geschäftsmodellen?

Viele Personaldienstleister mussten in den letzten Monaten ihre Strukturen anpassen. In einigen Fällen wurden Teams um 20, 30 oder sogar 40 % verkleinert. Das führt dazu, dass Aufgaben und Verantwortung neu verteilt werden und das eigene Geschäftsmodell noch einmal sehr genau betrachtet wird.

Viele Kunden überlegen zum Beispiel, ob sie einen stärkeren Fokus auf das Interimsgeschäft legen, zusätzliche Beratungsleistungen anbieten oder bestehende Kundenbeziehungen intensiver ausbauen möchten. Bullhorn ist für all diese Phasen ein wichtiges Werkzeug. Eine zentrale Datenbasis sorgt dafür, dass alle relevanten Informationen verfügbar sind. Automatisierungen entlasten Teams bei wiederkehrenden Aufgaben. KI-Funktionen helfen, Muster und Potenziale in den Daten zu erkennen. So können Personaldienstleister neue Services testen, Prozesse verschlanken und gleichzeitig die Qualität ihrer Arbeit auf einem hohen Niveau halten.

 

8. Dir ist soziales Engagement sehr wichtig. Gibt es ein Projekt, das dich besonders geprägt hat, und was nimmst du davon mit in deinen Arbeitsalltag?

 

Tatsächlich ist mein wichtigstes „Projekt“ aktuell meine 7-jährige Tochter, dadurch bleibt weniger Zeit für anderes Engagement. Es gibt aber Erfahrungen, die mich nachhaltig geprägt haben. Besonders intensiv war zum Beispiel ein halbes Jahr in Südmexiko, als ich in indigenen Gemeinden gelebt habe. Gemeinsam mit einer Menschenrechtsorganisation haben wir vor Ort dokumentiert, wie die Menschen leben, ob Kinder zur Schule gehen können und ob es ausreichend zu essen gibt. Viele der Dörfer waren nur zu Fuß erreichbar, mehrere Stunden vom nächsten Ort entfernt. Davor war ich bereits in Guatemala im Urwald und habe dort Kindern Englisch unterrichtet.

In beiden Projekten habe ich erlebt, wie wenig manchmal fehlt, um das Leben der Menschen spürbar zu verbessern und wie fragil grundlegende Rechte sein können. Diese Erfahrungen haben meinen Blick auf den Alltag stark verändert und mir bewusst gemacht, wie privilegiert wir in Europa leben.

Im beruflichen Kontext hilft mir diese Perspektive, die richtigen Prioritäten zu setzen. Wenn der Druck hoch ist oder Projekte komplex werden, erinnere ich mich daran, wie wichtig respektvolle Zusammenarbeit ist. Am Ende geht es immer um Menschen, egal ob im sozialen Kontext oder in der Personaldienstleistung.

 

Vielen Dank, Roman, für deine Zeit und Einblicke in deinen beruflichen und persönlichen Lebensweg.

 


Auf LinkedIn kannst du dich direkt hier Roman Vonderhecken vernetzen. Außerdem findest du weitere Interviews mit unserem DACH-Team hier: Miriam Schlüter und Stella Becker.

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