Mit sauberen Daten bessere Ergebnisse erzielen

Bild mit Melissa Rosen und Tom Perso auf der Bühne bei der Engage Boston 2025.

Mehr als jede dritte Herausforderung (36 %) hängt beim Einsatz von KI in Unternehmen mit Daten zusammen. 28 % davon haben eine überraschend einfache Ursache: mangelnde Datenhygiene. Diese Zahl zeigt deutlich: Selbst die intelligentesten Tools sind nur so gut wie die Daten, mit denen sie arbeiten.

Genau darum ging es auch bei der Engage Boston 2025 in der Session „Data is the new capital: How to mine yours for gold“. Melissa Rosen, VP of Global Services Sales bei Bullhorn, und Tom Perso, VP of Information Technology bei Trillium Staffing, teilten dort praktische Tipps, wirksame Strategien und wertvolle Erfahrungen. Ihr Ziel: Unternehmen dabei zu helfen, Datenbanken aufzubauen, die wirklich für sie arbeiten.

Saubere Daten sind Teamarbeit

Datenhygiene hängt nicht nur von der eingesetzten Plattform ab, sondern vor allem von den Menschen, die täglich damit arbeiten. Sie sollte deshalb nicht allein als Aufgabe der IT verstanden werden. Perso bringt es auf den Punkt: „Bis hin zu den Endnutzer:innen müssen alle Verantwortung für die Daten übernehmen, die sie eingeben.“

Ob Personalberater:innen Notizen ergänzen oder Vertriebsteams Anrufe dokumentieren: Jeder Kontaktpunkt beeinflusst die Qualität deiner Datenbank. Je stärker sich alle im Team für Datenqualität verantwortlich fühlen, desto verlässlicher und genauer wird das gesamte System.

Du brauchst einen klaren Plan

Doch VErantwortungsbewusstsein allein hält eine Datenbank nicht sauber. „Sobald du die Daten in einer Woche bereinigt hast, sind sie in der nächsten schon nicht mehr sauber“, erklärt Rosen. Tatsächlich können bis zu 30 % der Unternehmensdaten innerhalb eines Jahres veralten. Dieses Phänomen wird oft als „Data Decay“ bezeichnet. Ohne einen klaren, konsequenten Pflegeplan verliert selbst eine gute gepflegte Datenbank schnell an Wert.

Die Lösung: Verstehe Datenhygiene als fortlaufenden Prozess, der regelmäßige Pflege braucht. Dazu gehören wiederkehrende Audits, klare Standards für die Dateneingabe und der gezielte Einsatz von Automatisierung. Ist Datenpflege fest in die täglichen Workflows integriert, wird sie nach und nach zur Routine.

Automatisierung reduziert den Aufwand

Manuelle Eingaben sind häufig der Punkt, an dem Datenqualität leidet. Deshalb sind Automatisierung und eine zentrale Übersicht so wichtig. Automatisierung kann Datensätze prüfen, BDubletten erkennen, fehlende Felder automatisch ergänzen und das Risiko menschlicher Fehler reduzieren. Sie verbessert nicht nur die Datenqualität, sondern schafft auch mehr Zeit für die wertvolle, beziehungsorientierte Arbeit.

„Personalberater:innen und Vertriebsteams sollen das tun, was sie besonders gut können: den persönlichen Austausch führen und ihre Soft Skills einsetzen“, sagt Perso. Deshalb sollte Automatisierung natürliche Workflows unterstützen, statt sie zu unterbrechen. Sie kann Anrufe erfassen, E-Mails zuordnen und Interaktionen im Hintergrund dokumentieren. „Diese Interaktionen sollten automatisch erfasst und der richtigen Person zugeordnet werden, damit niemand aktiv daran denken muss. Das macht die Menschen zufriedener.“

Auch Datenanreicherung, also die Nutzung öffentlicher Daten zur Aktualisierung von Datensätzen, und nahtlose Integrationen sind entscheidend für effiziente Workflows. Automatisierte Updates sind wirkungsvolle Werkzeuge. Sie entfalten ihren Nutzen jedoch nur, wenn sie sorgfältig geplant, geprüft und laufend überwacht werden.

Automatisierung allein löst das Thema Datenqualität jedoch nicht. Saubere Daten beginnen bei der Eingabe, müssen danach aber kontinuierlich gepflegt werden. Dazu gehören eine einheitliche Datenerfassung, Prüfung, Deduplizierung, regelmäßige Bereinigung und wiederkehrende Audits. Werden zusätzlich Daten aus alltäglichen Tools wie E-Mail, Telefon und Terminplanung integriert, steigt die Genauigkeit bereits bei der Datenerfassung. Wenn Datenmanagement reibungslos funktioniert, kann sich dein Team voll auf das konzentrieren, was echte Ergebnisse bringt.

Solltest du alte Daten löschen?

Viele Unternehmen fragen sich, was sie mit alten Daten tun sollen. Die Entscheidung ist nicht immer einfach. Veraltete Datensätze können dein System unübersichtlich machen und Reportings verzerren. Gleichzeitig fühlt es sich riskant an, sie einfach zu löschen.

Wurde ein Datensatz seit zwei Jahren nicht mehr bearbeitet und gibt es keine Anzeichen einer Interaktion, muss er nicht aktiv im System bleiben. Komplett verschwinden sollte er aber auch nicht. Archivierung gibt allen Beteiligten Sicherheit. „In Bullhorn ist das Löschen eines Datensatzes ein Soft Delete, was sehr hilfreich ist. Wenn etwas versehentlich gelöscht wird, lässt es sich sehr einfach wiederherstellen“, sagt Perso.

Klein anfangen, schnell vorankommen

Versuche nicht, alles auf einmal zu lösen. Wer die gesamte Datenbank in einem Schritt überarbeiten will, überfordert schnell sich selbst und das Team. Identifiziere stattdessen ein oder zwei konkrete Problemfelder. Vielleicht sind es Dubletten oder fehlende Jobtitel. Bereinige diese Bereiche zuerst und baue mit kleinen, sichtbaren Erfolgen Dynamik auf.

Hilfreich kann auch ein:e „Data Champion“ sein. Diese Person setzt sich für Veränderungen ein, schult andere und hält die Dynamik aufrecht. So werden gute Datenpraktiken Schritt für Schritt Teil der täglichen Routinen, und saubere Daten werden zur gemeinsamen Verantwortung.

Saubere Daten sorgen für bessere Ergebnisse

Saubere Daten sind die stille Kraft hinter jeder fundierten Geschäftsentscheidung. Sie ermöglichen präzisere Einblicke, stärkere Beziehungen und skalierbares Wachstum. Datenhygiene ist zwar nie vollständig abgeschlossen. Mit den richtigen Systemen und den richtigen Fürsprecher:innen wird deine Datenbank jedoch vom dauerhaften Risiko zum strategischen Vorteil.

Möchtest du mehr darüber erfahren, wie du die Datenhygiene in deinem Unternehmen optimieren kannst? Sprich noch heute mit deinem Bullhorn Account Manager oder nutze unseren Leitfaden zur Datenhygiene.

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